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Nicole Rauscher Akademie

23 Februar, 2012

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Erziehungsaussagen einer neuen Erziehungswissenschaft

 

Die folgenden Feststellungen sind nicht nur abermals beliebige Ansichten über Erziehung, sondern beispielhafte erzieherische Einsichten aus 30 jähriger erziehungswissenschaftlicher Forschung von Professor Lauff. Ein Theoriegebäude ist daraus entstanden, das in der Auseinandersetzung mit vielen Studenten- und Elterngenerationen seine eigentliche Form gefunden hat.

 

Alle praktische Erziehung beginnt bei den Eltern, alle theoretische im Mutterleib. Wer zeugt und trägt verspricht Erziehung. Das wissen die ‚intelligenten Zellen’ der Babys nicht erst, wenn sie lächeln oder sprechen können. Denn nicht die Kinder, sondern nur deren Wachstumskraft will erzogen werden, und diese ist immer schon vor den Kindern da. Erziehung ist eine Metapher aus dem Pflanzenreich und ein Bild dafür, dass jedes zarte Wachstum Wasser von unten, Licht von oben und Schutz von allen Seiten braucht. Erziehung wird unglücklich, wenn sie dieses Pflanzenhafte vergisst oder für selbstverständlich hält. Erziehung wird gründlich missverstanden, wenn sie meint, dass Benehmen, Wissen und Kompetenz ihre eigentlichen Ziele sei. Der ewige Zweck aller menschlichen Erziehung ist das optimale körperlich gesunde, geistig klare und seelisch friedvolle Erwachsen eines neuen Menschen. Alles, was diesem Vorgang schadet, kann nicht Erziehung sein. Störungen im Kind sind Folgen von Zer-störungen im Wachstum des Kindes. Das gilt nicht erst von Kindesbeinen an, sondern schon im Mutterleib, wo der Mensch sein relativ größtes Wachstum erlebt. Gerade in diesen Anfangszeiten sind erziehende Eltern ‚wichtiger als Gene’, sagen heutige Naturwissenschaftler. Das Gebären ist beispielsweise kein medizinischer, sondern ein besonders verdichteter Wachstumsvorgang. Vieles, was hier in den wenigen Stunden der Geburt medizinisch gut gemeint ist, wirkt sich in den langen Jahren der Erziehung später oft schlecht aus. Erziehung hat das Wachstum zu sichern und zu stärken, Medizin dagegen Krankheit und Tod zu heilen bzw. zu verhindern. Das eine findet seine Begrenzung im anderen. Erzieherisch sind die Eltern die Meister der Geburt und des Erwachsens ihrer Kinder, nicht die Ärzte oder auf anderen Gebieten der Staat. So gibt es vieles in der Erziehung wieder zu verlernen, bevor wir das Eigentliche der Erziehung wieder erkennen und neu lernen können. Unsere Erziehungspraxis ist in Unordnung geraten, es bedarf eines neuen Erziehungsbewusstseins auf allen Ebenen der Gesellschaft, um mehr gelingende Erziehung in glücklicheren Elternhäusern zu ermöglichen. Wir bauen bei dieser Vision auf die ordnende Kraft eines harmonischen Bewusstseins vom unauflöslichen Zusammenhang zwischen natürlichem Erwachsen und menschlichem Erziehen

 

Eine glücklichere Kindererziehung ist möglich

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