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Nicole Rauscher Akademie

23 Februar, 2012

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Vater-Mutter-Kind-Einheit als Lebensunternehmen

 

Vater-Mutter-Kind-Beziehungen sind nicht nur Erziehungseinheiten, sondern immer zugleich auch Lebensunternehmen. Wenn ein Kind gezeugt ist, ist nichts mehr wie es einmal war: Die Kinderfreiheit des Lebens geht über in Elternverantwortung. Das hört sich schwer für Eltern an, soll aber leicht für Kinder gehen. Lebensfreude und Kindererziehung gehören zusammen. Ich kann nicht zu etwas hinziehen, an dem ich selbst keine Freude habe. Aus der Unternehmensberatung wissen wir, Lebensfreude ist an Leistungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit auf Dauer an Freude gebunden. Wer seine Erziehung bewältigen will, ist von seiner Fähigkeit das eigenständige Leben zu bewältigen, abhängig. ‚In einem falschen Leben kann es keine richtige Erziehung geben’. So wie die Erziehung ihre fachlichen Gesetzmäßigkeiten hat, so ist auch der Lebenserfolg an klare Gesetze gebunden. ‚Wir dürfen nicht alles, was wir können’. So wie das Wissen und Können der Erziehung müssen Eltern auch das Wissen und Können der Lebensführung beherrschen lernen. Letzteres ist sicherlich sogar wie bei jeder Unternehmung die Grundlage des ersteren. Als Paar bilden Eltern beispielsweise die kleinste Form eines Teams. Ohne teamfähig zu sein kann man weder als Paar leben und noch weniger als Eltern gemeinsam handeln. Ziele, Vorstellungen Werte wollen zu einer harmonischen Lebens- und Erziehungsführung zusammengebracht werden. Das geht meistens nicht ohne Arbeit an sich selbst und der elterlichen Gemeinschaft. Das ist Schwerstarbeit, zumal bei vorgegebenen Geschlechtsunterschieden und unterschiedlichen Erziehungshintergründen, die beide in das Lebensunternehmen Kindererziehung miteinbringen. Das Spektrum der Selbstfähigkeiten, wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstverantwortung, aber auch des sozialen Umgangs wie Toleranz, Einfühlung, Dankbarkeit, der stressfreien Alltagsbewältigung durch Zeitmanagement, Planungs- und Organisationsvermögen usw. muss der Mensch, der in Lebensfreude und Muße leben und erziehen will, beherrschen und immer weiter entwickeln lernen. Was hier zusammengetragen wird, ist kein fixer Tugendkatalog, sondern die Aufstellung eines Übungs- und Aneignungsprogramms. Erfolg im Leben wie in der Erziehung ist an positive Ausstrahlung, an die goldene Regel des ‚Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu’, an die Bereitschaft zur Liebe und vieles mehr gebunden. Nicht wer all das schulmäßig befolgt, wird in Leben und Erziehung Erfolg haben, sondern wer ‚immer strebend sich bemüht’, in Krisen nicht aufgibt, aus Fehlern zu lernen vermag und wer an der eingegangenen Vater-Mutter-Kind-Einheit selbst in Trennungen festhält. Lebensdisziplin kann der größte Erziehungsgewinn bedeuten.

 

‚Wer mit dem Leben spielt ...’, hat die Folgen zu tragen

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